12 Ponys reisen nach Marseille
Ein Blogbeitrag von Isabel Schmeets
Am Dienstag, 14.07.2009, wurde es für 12 Ponys der 4 Nationalteams spannend. Um 9 Uhr stand ein riesiger Pferdetransporter auf dem Hof Freese in Achim / Bremen. Die Fahrer, Gerald und Burkhard, von dem Unternehmen horse-service verstauten sämtliche Sättel, Futtertonnen, Heunetze usw. und halfen uns beim Verladen der Ponys. 6 Ponys kamen auf den LKW und 6 weitere auf den nagelneuen Anhänger. Um 10 Uhr ging es dann endlich los und wir hatten bis nach Marseille 1500 km vor uns.
Doch wir kamen nicht weit. Innerhalb von 100 km geriet der Transporter zufällig in 2 Verkehrskontrollen. Es war alles in Ordnung, doch die Zeit war uns verloren gegangen. Dann ergab sich eine Regelmäßigkeit von 4 Std. Fahrt und 45 min. Pause. In der Pause wurden die großen Fenster der Ponys weit geöffnet und diese mit Luzerne, Heu und neben den automatischen Selbsttränken zusätzlich mit Wasser versorgt.
Um 18:30 Uhr verließen wir Deutschland und die Ponys konnten erstmals ausländische Luft schnuppern. Wir fuhren bis 24:00 Uhr auf den Straßen Luxemburgs und Ostfrankreichs gen Süden. Dann hielten wir auf einem Rastplatz und die Ponys wurden für die Nacht vorbereitet. So hatten alle Fahrer das Glück, 8 h schlafen zu dürfen (für die LKW Fahrer war dies Pflicht).
Nach einem kurzen französischen Frühstück von der Tankstelle ging es am nächsten Morgen zum Endspurt: noch 700 km. Es wurde zunehmend heißer und wir erreichten Temperaturen bis zu 38°C. Doch die Ponys standen im gut klimatisierten LKW besser, als wir im Auto ohne Klimaanlage fuhren.
Gegen 19:00 Uhr erreichten wir endlich Marseille. Doch nach einer weiteren Stunde Fahrt an den Küsten der schönen Stadt wurden die Straßen zum “Centre Equestre pastre” immer enger und für den großen Transporter beinahe unbefahrbar. Dazu kamen auch die ungeduldigen Franzosen, deren Fahrstil sehr aggressiv und nachlässig und zunächst gewöhnungsbedürftig ist. Der Transporter versuchte Hilfe über ein Taxi zu bekommen, um einen anderen Weg einschlagen zu können. Die Fahrt dauerte dadurch leider eine Stunde länger, als geplant.
Doch nach 32 h Fahrt sind letztendlich alle 12 Ponys gesund und heil angekommen, wenn auch etwas erschöpft. Dies konnten die Sportponys jedoch vertragen und waren am nächsten Morgen zum Training wieder topfit.
An dieser Stelle möchte wir uns noch einmal ganz herzlich bei Gerald und Burkhard für den Transport nach Marseille und zurück und für die liebevolle Versorgung der Ponys bedanken.

Ja das Team Lösel kann man wirklich empfehlen! Nicht nur sehr freundlich auch sehr kompetent im Umgang mit den Pferden