Der nützliche Turniertrottel

In seinem Buch “Schicksal Pferd” beschreibt Menno Kalmann scharfsinnig sein Leben als Turniertrottel an der Seite seine dressurreitenden Gattin. Ach Gott ja. Das war ich ja auch mal: Turniertrottel. Jetzt reiten meine Mädchen Mounted Games und ich bin aufgestiegen: Supporter!

Anderer Name, aber auch ganz andere Aufgaben. Tatsächlich kann ich mich jetzt beim Reitsport richtig nützlich machen: Ich kann Arenaparty machen oder ich kann mir eine orange Weste überstreifen und Linienrichter sein. Ich finde das richtig gut: Mann kann sogar als Nichtreiter aktiv am Turniergeschehen teilnehmen, ganz ohne Richterlizenz oder gar Arenaparty-Aufbauschein.

Vielleicht hat jemand das Buch gelesen: “Gottes Werk und Teufels Beitrag” (oder den Film gesehen). Die Hauptfigur Wilbur sucht seinen Platz im Leben und will unbedingt nützlich sein. So arbeitet er als Geburts- und Erntehelfer und freut sich trotz mancher Rückschläge immer wieder, wenn er für andere von Nutzen sein kann. Es ist tatsächlich ein schönes Gefühl seinen Mitmenschen nützlich zu sein. Das gibt es im Schwarz-Weiß Reitsport so nicht unbedingt. Jedenfalls habe ich das nie erlebt.

Wenn ich zu einem Mounted Games Turnier komme sehe ich viele Menschen, die einfach, weil es Spaß macht, helfen. Das man zu einer solchen Gemeinschaft einfach so dazugehören kann, ist eine tolle Sache. Und dieses Gefühl gibt immer wieder Vorfreude auf das nächste Turnier. Das meine Mädchen dort auch noch reiten: umso besser.

Unser Familienurlaub wird in diesem Jahr in Südfrankreich verbracht. Ich hoffe diesen Blog von dort weiter füttern zu können. Mit guten Nachrichten von tollen Spielen, netten Menschen und herrlicher Mittelmeersonne.

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1 Kommentar zu „Der nützliche Turniertrottel“

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