Die Jugendklasse
Als Barchel 2006 Deutscher Jugendmeister wurde, da war ich dabei. Mein erstes Championat. Die Barchelinos gewannen den Titel und die Freude war riesengroß: Im Heimatort hing ein großes Transparent: “Willkommen Deutscher Meister!”. Bis dahin hatte die Jugendklasse eigentlich so richtig keiner Ernst genommen. Ich habe gehört, man wollte sie sogar wieder abschaffen, weil nicht nötig. Das hat sich geändert. Und das ist gut so, wie ich finde. 2007 gewann Lindau den Titel, 2008 wieder Barchel. Es scheint in diesem Jahr ist wieder Lindau dran. Lindau hat ein derat starkes Team aufgestellt, da kamen beim Hausturnier nicht einmal die Nationalteams der U16 dran vorbei.
Wir sehen seit 2007 immer mehr hochklassige Leistungen im Jugendbereich. Da kann man sich auf die Zukunft des Sportes durchaus freuen. Ohne den ganz großen Druck können die jungen Reiter sich mal in der Jugendklasse ausprobieren. So soll es auch sein. Die wenigsten Reiter starten als Erwachsene mit Mounted Games.
Die Jugendklasse ist herangerückt an die Offene Klasse. Auch vom Selbstverständnis der Reiter ist es nicht mehr zweitklassig Jugendklasse zu reiten. Beim jüngsten Erfolg der U21 Fussballer waren alle Kommentatoren voll des Lobes über die Jugendarbeit des DFB. Das trage nun Früchte! Hoffen wir, dass sich die zunehmende Qualität in der Jugendklasse auch auf Erfolge bei der Europameisterschaft auswirkt! Insider wissen natürlich, dass in diesem Jahrnoch ein wenig der Wurm drin ist: Die superstarken Lindauer Jugendreiter stellen keinen einzigen Reiter für die Nationalteams, weil sie es nicht wollen. Das ist schade, wird sich aber ändern, da bin ich fast sicher!
Die Europameischaft 2009 in Marseille wird für alle – auch für die Reiter der Offenen Klasse – ein tolles Erlebnis werden. Und darüber wird man reden. Da wird sich mancher fragen, warum er denn zuhause geblieben ist.